Der frühere Chef der Raiffeisen, welche die größte Hypothekarbank der Schweiz ist, gab – so die Staatsanwaltschaft Zürich – für über eine Viertelmillion Franken Spesen in Rotlicht-Lokalitäten aus. Sie fordert 6 Jahre Haft für Pierin Vincenz (Bild oben: Raiffeisen) wegen Veruntreuungen und auch Rotlicht-Sachen.
Bei Letzteren geht es nicht darum, daß ein Chef einer Bank nicht im Rotlicht verkehren dürfte oder wieviele Escort-Dienste er gebucht hat. Sondern daß er diese über die Spesen abrechnete als „Betriebsausgaben“.
Sogar ein verwüstetes Hotelzimmer einer Hyatt-Suite, deren Wiederherstellung mehrere tausende Franken kostete, rechnete er als Betriebskosten ab.

Eine Hotel-Suite (Bild: Hyatt.com) wurde zerlegt als Vincenz sie gleich mit mehreren Damen wohl unfreiwllig belegt hatte weil er seinen Terminkalender mutmaßlich nicht im Griff hatte.
Hier hatte Vincenz offenbar seinen Terminkalender nicht im Griff.
Denn eine Dame aus dem Milieu mit der er etwas angefangen hatte, traf auf eine zweite Dame, die er gerade beglückte, berichten Medien.
Gemäß Blick traf eine Tänzerin, der Vincenz die Heirat in Aussicht und soll ihr die Scheidung von seiner Frau versprochen haben soll auf Vincenz zusammen mit einer anderen Dame.

Die Tänzerin, die im Zusammenhang mit der Zerlegung der Hyatt-Suite genannt wird (Bildausriß Blick.ch) behauptet, Vincenz schulde ihr noch Geld
Prompt kam mutmaßliche Erpressung – oder zahlte er „freiwillig“?
Später wurden 2 Anwaltskanzleien bzw. 2 sehr teure Anwaltskanzleien eingeschaltet um eine Anklage wegen Körperverletzung abzuwenden. Auch diese Anwaltshonorare wurden als Betriebskosten abgerechnet.
Es folgte eine Scheingesellschaft in Liechtenstein, welche dann Monat für Monat stattlichste Beträge an eine Dame überwies.
Ob es sich hierbei um eine Erpressung handelte dürfte im Zuge des Prozesses gegen Vincenz noch an das Tageslicht kommen.
Denn die ominöse liechtensteinische Firma ist ebenfalls wegen Unregelmäßigkeiten im Visier der Staatsanwaltschaft.
Ist es klug, als Chef der größten Hypothekarbank der Schweiz in der Schweiz das Rotlicht abzuklappern?

(Symbolbild: www.adorable-escort-hamburg.de)
Man kann sich durchaus darüber streiten, ob das klug ist im eigenen Land wo jeder den Chef der größten Hypobank der Schweiz kennt, das zu tun, was Vincenz tat: Gemäß Enthüllung des Portals „Inside Paradeplatz“ so gut wie alle (so scheint es fast) Rotlicht-Lokalitäten der Schweiz abzuklappern in Serie.
Besser wäre wohl gewesen, Vincenz hätte als Vorsitzender der Raiffeisen Schweiz einfach einen ausländischen Escort-Dienst gebucht oder wäre ins Ausland gegangen.
Berühmte Rotlichtmeilen hätte er mit dem Flugzeug innert kürzester Zeit in München oder auch Hamburg erreicht. Als Vielflieger, der sogar mit dem Helikopter sich gerne herumfliegen ließ (und die letzten Meter zu Fuß lief, damit die Raiffeisenmitarbeiter nicht die Heli-Flüge mitkriegen) dürfte dies für Vincenz kein Problem gewesen sein.
Raiffeisen-Hypothek
Raiffeisen hat als größter Hypothekenanbieter nun eine eigene Hypothek, eine besonders schwere Hypothek, aber im sprichwörtlichen nicht im wörtlichen Sinne.
Es ist ihr ehemaliger Leiter.
Was aber noch wichtiger wäre als diese Hypothek symbolischer Art: Einmal die Strukturen durchzugehen und zu schauen, welche anderen Leute sich auch noch auf Kosten der Genossenschafter bedient haben.
Schon 2018 berichtete der Blog Inside Paradeplatz, daß die Raiffeisenbank offenbar dauerhaft eine Suite im Hyatt Zürich gemietet hatte:
„In den Fokus geraten Ausgaben im Zürcher Nobelhotel Hyatt. Dort hielten Vincenz und seine damaligen Kollegen in der Raiffeisen-Spitze oft Sitzungen ab.Die Bank soll im Hyatt eine Suite gemietet haben. In Raiffeisen-Kreisen heisst es dazu, daß das alte Management im Hotel Hyatt verschiedentlich getagt habe.“
Eigene Frau „kontrollierte“ ihren Mann und dessen Ausgaben bzw. kontrollierte offenbar nicht
Und die Strukturen anzuschauen, wie es sein kann, daß Vincenz seine Frau als oberste Kontrollörin (Controllerin) in das Führungsgremium einsetzen konnte, das wäre auch angezeigt.
Erstaunlich, daß Frau Nadja Ceregato dort damals die ganzen Spesen-Abrechnungen mit anderen Damen übersehen hat. Aber dafür hatte sie immerhin einen gut-bezahlten Posten, den sie wohl ohne ihren damaligen Mann nicht bekommen hätte bei einer anderen Bank in der Schweiz.
