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Sparpotential von 5 Milliarden: Schweizer zu bequem für Hypothekenvergleich

Hypothekenvergleich: Hypo-Börse

Trotz vielfach besserer Konditionen bei anderen Banken schließen 70 Prozent der Schweizer Hypothekarkunden ihre Hypothek bei ihrer Hausbank ab.

Bereits ein einfacher Vergleich der Hypothekarzinsen kann enorme Einsparungen bringen.

Doch vielen ist offenbar die Kalkulation mit einem Hypothekenrechner zu mühsam.

Dabei macht schon ein winziger Zinsunterschied viel aus, denn bei Hypotheken geht es in der Regel um hohe Summen.

Noch mehr Sparpotential

Dabei ließe sich noch weit mehr sparen.

Denn wer nicht nur Hypothekenvergleiche nicht nur bei Banken, Versicherungen und Pensionskassen einholt, der kann noch viel mehr sparen.

Wenn er Hypothekenofferten von privat einholt und privat seine gewünschte Hypothek veröffentlicht auf dem Hypothekenportal Hypobörse.ch

Hypothekenmarkt: Mittelalter gegen Zukunft

Hypothekenvergleich: Hypo-Börse

Der Hypothekenmarkt befindet sich dank Hypotheken-Vergleichsportalen, Hypothekenbörsen und Hypothekenauktionen in einem grundlegenden Wandel.

Dank des Internets läuft immer mehr direkt. Zunehmend auch ohne Bank. Weil die Banken im dynamischten Markt kaum vertreten sind.

Und hierbei ist zu sagen:

Es erstaunt, daß Banken bloß in homöopathischen Dosen aktiv im Markt agieren.

Beispiele gibt es nicht nur im Hypotheken-Bereich, sondern auch bei ganz profanen Abläufen.

Führen wir daher erst solch ein Beispiel an: Dem Ablauf einer Zahlung.
Man sollte meinen, daß im Internetzeitalter, da alles digital abgewickelt wird, eine Zahlung sofort, innert Sekunden oder wenigstens Minuten gutgeschrieben würde. Doch dem ist nicht so.

Viele Banken orientieren sich lieber zurück ins Mittelalter

Wer heutzutage eine Zahlung von Zürich nach München tätigt, muß feststellen, daß sie je nach beteiligten Banken durchaus 2 bis 3 Tage dauern kann. Länger als der Postreiter im Mittelalter brauchte. Bei der Postfinance dauert auch heutzutage eine Zahlung im Inland länger als viele Postreiter im Mittelalter brauchten. (Bild: Postreiter im 15. Jahrhundert)

Wer heutzutage eine Zahlung von Zürich nach München tätigt, muß feststellen, daß sie je nach beteiligten Banken durchaus 2 bis 3 Tage dauern kann. Länger als der Postreiter im Mittelalter brauchte. Bei der Postfinance dauert auch heutzutage eine Zahlung im Inland länger als viele Postreiter im Mittelalter brauchten. (Bild: Postreiter im 15. Jahrhundert)

Sehe man sich beispielsweise die Postfinance an:

Wenn man eine Zahlung am Donnerstag kurz nach Mitternacht eingibt, so wird sie erst am Montag der kommenden darauffolgenden Woche ausgeführt.

Für alle, die kein Konto bei der Postfinance haben:

Das ist ernsthaft so. Kein Scherz.

Und hierbei muß gesagt werden, daß die Postfinance kein kleiner Marktteilnehmer ist. Auf Wikipedia kann man lesen: PostFinance ist mit einem Marktanteil von rund 60 Prozent die Marktführerin im Zahlungsverkehr der Schweiz. Und mit E-Finance, dem Internet-Portal von PostFinance, führend im elektronischen Bänking („electronic banking“).

Wer soetwas noch tut im digitalen Zeitalter und wegen ein paar Overnightzinsen (und das bei dem niedrigen Zinsniveau) Zahlungen absichtlich zurückbehält, hat nichts gelernt.

Kundeninteresse achten oder nicht?

Anstatt sich am Kundeninteresse zu orientieren und Zahlungen sofort gutzuschreiben hält man sie im Internetzeitalter absichtlich zurück, nur um ein paar mickrige Zinsen herauszukratzen.

Erfolgreich sind aber auf lange Sicht immer die Unternehmen, die sich am Kundeninteresse orientieren. Alle Studien belegen das. Google ist das beste Beispiel dafür.

Und:

Die ganzen Sofortbezahldienste zeigen, daß Kunden nicht bereit sind, im digitalen Zeitalter zu akzeptieren, daß eine Zahlung von Zürich nach Müchen heutzutage immer noch teilweise länger dauert als im Mittelalter mit dem Postreiter.

Auch der Hypothekarmarkt der Schweiz wird von großen Marktteilnehmern beherrscht. Aber die Vormacht bröckelt.

Interessante Dinge geschehen gerade

Das größte Taxiunternehmen der Welt verfügt über nicht ein einziges Auto.

Die meistgelesenen Informationsportale wie Facebook und Co. haben nicht einen einzigen Journalisten beschäftigt.

Die größten Internethändler haben nicht ein einziges Produkt in einem Lager.

Digitalisierung.

Früher wurden Informationen in Stein gemeißelt. Dann kam das Papier. Und nun die Digitalisierung.

Früher wurden Informationen in Stein gemeißelt. Dann kam das Papier. Und nun die Digitalisierung. (Bildschirmfotoausriß: Google-Bildersuche)

Die größten Zuwachsraten

Die größten Zuwachsraten haben Portale, die auf Kundenorientierung und auf Digitalisierung setzen.

Und auf archaische Rituale wie etwa das Ausdrucken, Ausfüllen und Per-Post-verschicken von Papierformularen soweit als möglich verzichten.

Früher wurden Informationen in Stein gemeißelt, dann später auf Papier gedruckt, heute sind Informationen mehr und mehr digital.

Hypotheken: Der Markt ist im Wandel

Und auch bei Hypotheken und anderen Kreditarten wandelt sich der Markt gewaltig.

Der Anleger sucht sich für ihn attraktive Angebote selbst heraus.

Kein Mensch hat doch heutzutage Lust, mit irgendwelchen Bankformularen in eine Filiale zu dackeln und beim Bänker dann demütig um einen Immobilienkredit zu betteln.

Die Postfinance zögert auch heute - über 12 Jahre nach dem Kassensturzbericht von 2005 (!) - absichtlich Zahlungen hinaus

Die Postfinance zögert auch heute – über 12 Jahre nach dem Kassensturzbericht von 2005 (!) – absichtlich Zahlungen hinaus

Es wird sich auch der Hypotheken-Markt mehr und mehr ins Internet verlagern.

Und viele, denen die Bank zu umständlich ist, werden einfach privat Hypotheken am Markt suchen. Und Anleger werden dies prüfen und sich über die Zinsen freuen. Die noch dazu immobilienbesichert sind und somit – außer, man läßt sich auf riskante Gewerbeimmobilien ein oder finanziert ein Rustico im Tessin – sicher sind.

Wer eine Hypothek aufnehmen will, ist somit nicht mehr zwingend auf die Bank angewiesen.

Er kann die Bank anfragen, muß es aber nicht mehr.

Zurzeit spielen im Hypothekenmarkt natürlich – das ist keine Frage – Banken die große Rolle.

Ich glaube nicht, daß das auf Dauer so bleibt. Es wird vermehrt das Internet eine Rolle spielen. Und Banken, die heute noch Formulare dem Kunden zum Ausdrucken und unterschreiben schicken, die werden verlieren.

Digitalisierung wird auch Grundbuchgeschäfte erfassen

Steuerämter werden digitalisiert, Sozialversicherungsformulare kann man per Mausklick ausfüllen, Kontoeröffnungen bei Banken sind inzwischen möglich, ohne in der Bank zu erscheinen und sich „auszuweisen“.

Wer als Schweizer ein Konto (zum Beispiel bei der deutschen Commerzbank oder der DKB) will, kann sich am Bildschirm identifizieren.

Heute noch für einige Ewiggestrige undenkbar, aber sicher bald Zukunft:

2017 vermeldete der estnische Gesetzgeber, daß die Grundbuchämter geschlossen werden. Grundbuchgeschäfte sind in Estland somit gänzlich digitalisiert, in der Schweiz noch undenkbar. (Bildausriß: Bericht einer Wirtschaftsseite zur Schließung der Grundbuchämter in Estland)

2017 vermeldete der estnische Gesetzgeber, daß die Grundbuchämter geschlossen werden. Grundbuchgeschäfte sind in Estland somit gänzlich digitalisiert, in der Schweiz noch undenkbar. (Bildausriß: Bericht einer Wirtschaftsseite zur Schließung der Grundbuchämter in Estland)

Im Zeitalter der digitalen Signatur ist es eine Frage der Zeit, bis sogar Grundbuchgeschäfte digital abgewickelt werden. Und nicht „nur“ Hypotheken.

In vielen Kantonen kann man schon die Grundbücher digital einsehen. In Graubünden zum Beispiel kann man auf www.GEO.GR.ch Eigentümerabfragen vornehmen und auf einer digitalen Karte die Objekte sehen, die im Grundbuch eingetragen sind.

In Estland, dem in Europa am meisten digitalisierten Land, wurden Mitte 2017 die Grundbuchämter gänzlich geschlossen. Es gibt schlicht kein Grundbuchamt mehr mit einem Schalter. Alles läuft digital.

Die Schweiz ist im Vergleich zu Estland noch Entwicklungsland.

Doch auch hier ist der Trend eindeutig.

Im Rahmen des Ministertreffens am 6. Oktober 2017 – bezeichnenderweise fand dieses in Tallinn / Estland statt – haben die 32 Länder der EU und der EFTA eine gemeinsame Deklaration zur Förderung von E-Government unterzeichnet.

Mit der «Tallinn Declaration on eGovernment» soll eine gemeinsame Basis gelegt werden, um die Digitalisierung der Verwaltung nicht nur national, sondern auch international voranzutreiben.

Der Bundesrat will den Weg zu einer elektronischen Identität ebnen.

Ziel des strategischen Projektes ist, daß sich die Nutzer im Internet korrekt und sicher identifizieren können, heißt es.

 

 

 

 

 

 

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