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Entwicklung der Hypothekenzinsen: Hypothekenvergleich variable vs. Festhypothek

Festhypothek, Hypothekenvergleich: Hypo-Börse, Variable Hypothek (Liborhypothek)

Auf einem Finanzblog ist folgendes Zitat mit einer interessanten Graphik zu sehen:

„Das heißt, daß die Märkte davon ausgehen, daß die Zinsen in drei Jahren niedriger liegen werden als heute.“

Die professionellen Anleger gehen also davon aus, daß die zukünftigen Zinsen niedriger liegen.

Laufend werden aber werden Hypothekarnehmer mit Warnungen vor steigenden Zinsen eingedeckt.

Von Banken und Versicherungen.

Sie raten meist dazu, sich gegen möglicherweise steigende Hypothekarzinsen mittels (teurer) festverzinslichen Hypothek abzusichern und langfristiger festzulegen.

Und nicht einfach eine kurzlaufende variable Hypothek abzuschließen.

Warum tun sie das?

Warum tun sie das, wenn sie selbst der Meinung sind, daß die Zinsen in Zukunft sinken werden?

Im Artikel „Hypotheken: Die irreführenden Zinsprognosen der Banken“ weist K-Tipp-Autor Bernhard Bircher darauf hin, daß mit kurzfristigen variablen Hypotheken die Hypothekarnehmer günstiger fahren als mit langfristig abgeschlossenen Hypotheken zu einem sicher festgelegten (nicht-variablen aber teureren) festen Zinssatz (Festhypthek).

Dieser kostet, so Bircher: „Doch mit kurzfristigen Hypotheken fahren Kreditnehmer rund ein Drittel günstiger als mit fünfjährigen Festhypotheken.“

Aktuell sind wieder zahlreiche „Experte“-Kommentare von Banken, Versicherungen und provisionierten Hypothekenvermittlerfirmen zu lesen, die vor der Gefahr bald steigender Zinsen warnen.

Wie im obigen Blogbeitrag dargelegt, gehen aber die professionellen instituionellen Anleger an den Börsen bei eigenen Anlagen davon aus, daß die Zinsen sinken werden.

Banken widersprechen sich

Warum warnen die Hypothekenabteilungen der institutionellen Marktteilnehmer dann bei Hypotheken vor steigenden Zinsen?

Doch nicht, weil sie weit mehr (Provisionen) verdienen, wenn die Leute teurere Festhypotheken abschließen?

Auszug aus dem Artikel von Bircher:

„Doch in der Hypothekarberatung der Banken dominieren gemäß Leserzuschriften an K-Geld die Themen «Sicherheit» und «Risiko ». Meist verweist der Berater auf die historisch tiefen Zinsen und möchte den Kunden von einer «sicheren» Festhypothek mit langjähriger Laufzeit überzeugen.

Grund: Banken verdienen an Festhypotheken mehr.

Von den «riskanteren » Liborhypotheken wird daher oft abgeraten.

Das belegt auch eine K-Geld vorliegende Statistik der Zürcher Kantonalbank (ZKB):

Gemessen am gesamten Hypothekenbestand der ZKB betrug der Anteil Liborhypotheken per Ende 2012 nur 14 Prozent. Bei den Raiffeisenbanken sind es laut Pressesprecher Franz Würth «unter 10 Prozent». Bei der Migros-Bank liegt der Liboranteil laut Pressesprecher Albert Steck aktuell bei rund 4 Prozent. Das VZ Vermögenszentrum hingegen empfiehlt Liborhypotheken seit Jahren. Deren Anteil am Gesamtvolumen beträgt denn auch 50 Prozent. Als Argument gegen Liborhypotheken dient den Banken das Zinsänderungsrisiko.“

Ganzer Artikel hier im K-Tipp (vollständig nur kostenpflichtig verfügbar)

Vergleich Festhypothek vs. variable Hypothek: 42.000 Fr. Differenz (5 Jahre Laufzeit)

Daß es hier um happige Zusatzeinnahmen geht bei den falschen Hypothekarzinsprognosen und Kunden bei einer Hypothek massiv draufzahlen, wenn sie den falschen Zinsentwicklungen glauben, belegt Autor Bircher in dem K-Tipp-Artikel aus dem Jahre 2013 an einem eindrücklichen Rechen-Beispiel:

„Ein Kunde, der im Dezember 2008 eine fünfährige Festhypothek abgeschlossen hatte, zahlt 2,9 Prozent Zins pro Jahr – bis zum Vertragsende im Dezember 2013. Zinskosten für eine 500000-fränkige Hypothek: 72500 Franken. Zum Vergleich: Für eine dreimonatige Liborhypothek hätte er bis jetzt durchschnittlich 1,2 Prozent Zins gezahlt.“

Also 42.500 Franken weniger!

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