Kürzlich zitierte ich einen Professor, der in einem interessanten und aufschlußreichen Artikel den Hypothekarmarkt Schweiz hinsichtlich Digitalisierung beleuchtet hat.
Noch interessanter – in punkto Wandel – ist aber wohl etwas, was er im betreffenden Beitrag nicht beleuchtet hat oder möglicherweise auch übersah.

„Bankenprofessor“ Dietrich (Bild: HSLU)
Vorab ist allerdings zu sagen, daß er laufend wirklich hochinteressante Untersuchungen und Beiträge zur Digitalisierung im Finanz- und Bankwesen bringt.
Was Professor Dietrich in besagtem Beitrag auf der Webpräsenz der Hochschule Luzern nämlich nicht beleuchtet hat, ist, wie sehr der Hypothekarmarkt sich für Banken, Versicherungen und Pensionskassen, die das derzeitige Monopol haben, verändern wird.
Möglicherweise hat er es übersehen.
Oder möglicherweise auch diesen Part aus Loyalität zu seinem Mandat bei der Luzerner Kantonalbank, die stark im Hypomarkt agiert, nicht behandelt.
Doch der schwerste Wandel im Hypothekenmarkt wird nicht die Digitalisierung an und für sich bringen.
Sondern eine Folge der Digitalisierung.
Die Folge, daß die Digitalisierung im Hypothekenmarkt auch privaten Anlegern in Zukunft die Möglichkeit bieten wird, am Hypothekenmarkt teilnehmen.
Das Hypotheken-Monopol von Banken und Versicherungen bricht
Ihr Eintritt von privaten Anlegern in den Hypothekenmarkt wird die nachhaltigsten und folgenreichsten Veränderungen bringen.
Bisher haben Banken, Versicherungen und Pensionskassen (die erst in letzter Zeit vermehrt im Hypothekenmarkt agieren) das Monopol im Markt. Die Hypothekenvermittler spielen hierbei keine Rolle, denn sie vermitteln nur Hypotheken an die Monopolisten. Diese Monopolisten bestimmen Preise (Zinsen, Gebühren) und Provisionen (Vermittlungsprovisionen für die Zuträger).
Hier werden die wohl noch weitaus größeren Veränderungen am Hypothekarmarkt stattfinden.
Warum bringen private Zinsanleger die größten Veränderungen?
„Das inländische Hypothekargeschäft ist klar eine Domäne der Banken. Vom Gesamtvolumen von CHF 971 Milliarden halten die Banken im Jahr 2015 CHF 924 Milliarden in ihren Büchern. Weitere CHF 47 Milliarden entfallen auf Pensionskassen und Privatversicherungen“ schreiben Prof. Dr. Christoph Lengwiler und Simon Amrein.
Durch den Eintritt von Privatanlegern in den Hypothekenmarkt bestimmen nicht mehr Banken, Versicherungen, Pensionskassen, mit welchen Hypothekarkonditionen sich jemand zufrieden geben muß.
Das Monopol zerbricht.
Hypothekenvergleich wird sich ändern
Die bisherigen Vermittler und Hypothekenportale vergleichen nur institutionelle Anbieter.
Und dies nicht gratis.
Sondern sie erhalten für ihren Hypothekenvergleich idR ja Provisionen.
Angebote von privaten Anlegern holen die Hypothekenvergleichsportale nicht ein.
Warum werden die Veränderungen drastisch?
Aus zwei Gründen werden die Veränderungen wohl drastisch.
1. Private Anleger hungern nach Zinsen
Doch sind der Nullzinspolitik bzw. Strafzinspolitik bisher ausgeliefert.
Anders als Banken und Versicherungen haben Private bisher keine Möglichkeit, hohe Zinsen durch Hypothekenvergabe und Kreditvergabe zu erhalten.
Wie stark der Hunger der privaten Zinsanleger ist, zeigt sich bei Kreditportalen für Privatkredite, Schwarmfinanzierungen usw. die wie Pilze aus dem Boden schossen und innert kürzester Zeit stark wuchsen und wachsen.
Nachdem Banken und Versicherungen über diese „Neuen“ zuerst die Nase rümpften, beteiligen sie sich inzwischen in großem Stile an diesen Plattformen.
2. Marktanteil von 80%
Beim Kreditgeschäft der Banken machen zurzeit Hypothekarkredite 80% Marktanteil aus.
Man kann nur erahnen, wie stark der Eintritt von privaten Anlegern in den Hypothekarmarkt diesen verändern wird, wenn private Anleger auch an diesem teilnehmen können.
Hypobörse.ch ist die erste Plattform, die auch Hypotheken von Privat für Privat möglich macht.
Partnerschaften gesucht
Das Portal sucht zurzeit Partner. Wer hier Interesse hat auf eine Beteiligung oder Partnerschaft, einfach Kontakt aufnehmen: Info (ätt) Hypobörse.ch.
Remo Maßat



Die Lösung für gute Zinsen als Privatanleger ist nicht der Gang zur Bank. Und auch nicht der, exotische ausländische Anlagen in riskanten Fremdwährungen zu tätigen.